Eschenbachs Lehrpersonen holten sich den letzten Schliff

Um die Unterrichtsentwicklung an unserer Eschenbach erfolgreich umzusetzen, besuchten alle Lehrpersonen den Grundkurs der Webplattform IQES.  Mit der fünften Folgeveranstaltung fand am Ortsfeiertag, 20.1.12 die Ausbildung  ihren Abschluss.

Schilw 2012
Alle Lehrpersonen der Schule Eschenbach drückten am Ortsfeiertag die Schulbank und schlossen den IQES-Grundkurs ab.


Die Schule Eschenbach setzt in ihrer Strategie der Unterrichtsentwicklung auf die Methodenvielfalt. Dabei sollen Schülerinnen und Schüler ihr Lernen weitgehend  selber in die Hand nehmen, dabei Verantwortung übernehmen und in den Lernprozessen aktiv sein. Dazu bilden individuelles Lernen, kooperatives Lernen und das Lernen lernen drei tragende Säulen. Um die verschiedensten Methoden zu  verankern und im Unterricht erfolgreich anzuwenden, holten sich sämtliche Lehrkräfte aller Stufen das notwendige Rüstzeug in einem Grundkurs mit IQES online (Instrumente für die Entwicklung und Evaluation in Schulen).

Nebst den Schulungen, welche von Philipp Egli und Verena von Aesch kompetent geleitet wurden,  unterhält die Winterthurer Firma eine Webplattform, welche unserer Schule den Zugriff jederzeit ermöglicht. Somit fliessen die am Grundkurs angewendeten Inhalte und neue, aktualisierte  Beiträge in den Unterricht. Nach René Brun – er leitet zusammen mit Thomas Meyer die Schule Eschenbach - kam die Unterrichtsentwicklung seit der Zusammenarbeit mit IQES so richtig in die Gänge. So zog er in seinem Schlusswort ein positives Fazit:“  Ich bezeichne den eingeschlagenen Weg mit IQES als Glücksfall für unsere Schule. Ich bin mir bewusst ,dass wir mit dieser Ausbildung innerhalb von 13 Monaten ein forsches Tempo angeschlagen haben. Die lebendigen, praxisnahen und strukturierten Kurstage mit den zur Verfügung gestellten professionellen Unterlagen werden bestimmt für zusätzliche Qualität im Unterricht sorgen.“   

Eschenbacher Lehrpersonen bei einem Interaktionsspiel.

 

Mittendrin statt nur dabei

„Ich höre und vergesse. Ich sehe und erinnere mich. Ich tue und verstehe“. Gemäss diesem alten chinesischen Sprichwort wurden die Inhalte an den Tagungen vermittelt. Nach Kurzen theoretischen Inputs schlüpften die Lehrpersonen immer wieder in die Schülerrollen und trainierten die Methoden. Wie können Schülerinnen und Schüler gemeinsam lernen, nach Lösungen suchen, Teamarbeit erfolgreich umsetzen? Diese kooperativen Lernformen prägten die Inhalte der ersten zwei Module. Die dritte Tagung widmete sich der Frage nach unterschiedlichen, differenzierten Lernzielen innerhalb der Klasse, um den  verschiedenen Begabungen der einzelnen Schülerinnen und Schülern gerechter zu werden.            

Nach einem weiteren Modul mit dem Brennpunkt „Sprach – und Leseförderung“ fand nun der Grundkurs mit der fünften Tagung (Visualisierung und Rückmeldungen im Unterricht) den Abschluss. Dabei kamen wiederum Beispiele aus der Praxis zur Anwendung, welche eben das Lernen voneinander, miteinander, füreinander und nebeneinander fördern. Zwei Fliegen auf einen Schlag: Zum einen lassen sich diese Formen im Schulzimmer sofort umsetzen, zum andern leisten sie unter den Lehrpersonen wertvolle Teamentwicklung.

Die Drahtzieher der Eschenbacher Unterrichtsentwicklung von links: René Brun (Schulleiter Primarschule), Philipp Egli (Kursleiter), Verena von Aesch (Kursleiterin) und  Thomas Meyer (Schulleiter Oberstufe).

Phase der Konsolidierung

Die Kursinhalte der einzelnen Module wurden in den Stufengruppen und den neu geschaffenen Unterrichtsteams nach der Anwendung jeweils reflektiert. Annamarie Bürkli als Vertreterin der Lehrpersonen sprach in ihrer abschliessenden Rückmeldung wohl allen aus dem Herzen:“ Wir Lehrerinnen und Lehrer befassten uns intensiv über alle Stufen hinweg mit dem gleichen Thema und haben nun eine gemeinsame Ausrichtung. Dies bildet eine wertvolle Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit.
Der Kurs rückte wieder viele Methoden ins Bewusstsein oder erweiterte unser Repertoire. Jetzt ist es wichtig, das Ganze zu festigen. Nun wollen wir uns auch  Zeit lassen, diese Vielfalt im Unterricht zum Tragen zu bringen.“ Profitieren werden schlussendlich die Schülerinnen und Schüler.

Text: Osi Sager / Bilder Osi Sager und Beat Lipp