In der Basisstufe werden vier- bis achtjährige Kinder altersdurchmischt unterrichtet. Der Übergang vom spielerischen zum aufgabenorientierten, systematischen Lernen erfolgt fliessend.

Die Basisstufe umfasst die Kinder der bisherigen Stufen Kindergarten und 1./2. Primar. Die Schullaufbahn ist so strukturiert, dass stark individualisierte Lernwege und flexible Durchlaufzeiten normal sind.
Da die Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Fähigkeiten eintreten, richtet sich der Unterricht nicht primär nach ihrem Alter, sondern nach ihrer Entwicklung, ihren Bedürfnissen und Lernmöglichkeiten. Die altersdurchmischten Gruppen bieten ein wertvolles Lernfeld für den verantwortungsvollen Umgang mit anderen Kindern. Gelernt wird einzeln, miteinander und voneinander.

Ziele und Inhalte des Unterrichts   Der Unterricht in der Basisstufe orientiert sich an den Lehrplänen des Kindergartens und der Volksschule des Kantons Luzern. Die darin formulierten Lernziele und Kompetenzen sind verbindlich und ge-währen den Anschluss an das dritte Schuljahr.
     
Kulturfertigkeiten

 
  Für die Einführung von Kulturfertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen ist nicht das Alter oder der Übertritt ins erste Schuljahr massgebend, sondern der Entwicklungsstand der Kinder. Die Flexi-bilität der Basisstufe ermöglicht, dass Kinder dann lesen, schreiben und rechnen lernen, wenn sie dazu bereit sind. Neugierde und Lern-freude der Kinder sollen dabei nicht gebremst, sondern gefördert werden. Dieser Grundsatz gilt auch für die übrigen Unterrichtsfächer.
     
Ganzheitlich beurteilen und fördern (GBF)   GBF bezweckt eine umfassende, förderorientierte Beurteilung und berücksichtigt die individuellen Lernbedingungen und Lernprozesse der Lernenden. Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz sind gleichwertig zu beurteilen und zu fördern. GBF wird im Kanton Luzern an der Basisstufe und allen 1./2. Klassen praktiziert.